Smarte Technologien helfen Firmen bei der Umsetzung regulatorischer Änderungen

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June 18, 2015 – Von Thierry Haensenberger, Senior Vice President, EMEA, AxiomSL

Die Schweizer Finanzindustrie durchläuft eine Phase wesentlicher regulatorischer Reformen, in der in diesem Jahr zahlreiche wichtige Änderungen umgesetzt werden. Um unnötige Kosten und zusätzliche Schwierigkeiten zu AxiomSL - Thierry Haensenbergervermeiden, müssen sich Firmen gut überlegen, welche Technologie sie für ihre regulatorische Berichterstattung benutzen wollen.

Der erste wichtige regulatorische Meilenstein von 2015 erfolgte am 31. März, als Firmen ihre ersten Berichte für den FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act) einreichen mussten. Diese amerikanische Verordnung zur Vermeidung von Steuerhinterziehung verlangt von Firmen weltweit, dass sie Offshore-Konten von amerikanischen Steuerzahlern angeben. Nun, da sie die erste Hürde des FATCA-Reportings überstanden haben, sehen sich viele Firmen nach einer Automatisierung des Verfahrens für das nächste Mal um.

Hierzulande indes führt die Schweizer Nationalbank (SNB) 2015 neue Versionen der Vorlagen ein, die Banken zur Übermittlung von Berichten für eine Vielzahl von Inhalten verwenden müssen, wenn sie das XML-Format nutzen. Diese Inhalte reichen von Bilanzinformationen bis hin zu ihrer Liquidität sowie Kapitalanforderungen. Die Änderungen der SNB führen aller Voraussicht nach dazu, dass Banken zusätzliche Datenquellen anzapfen müssen, um sicherzustellen, dass Daten korrekt sind, und um diese an die Vorlagen der SNB anzupassen.

Wenn sie gerade keine FACTA- oder SNB-Berichte erstellen, zeichnen sich am Horizont bereits viele weitere regulatorische Änderungen ab, auf die Firmen sich vorbereiten müssen. Diese umfassen unter anderem die Einführung des Common Reporting Standard, der FATCA zwar ähnlich ist, die Berichterstattung allerdings auf Offshore-Kontoinhaber ausweitet, die Steuerinländer in mehr als 100 Ländern sind, und der Net Stable Funding Ratio, welche für Banken eine neue Art zur Berechnung der ihnen zur Verfügung stehenden Mittel darstellt.

Die schiere Anzahl der sich anbahnenden regulatorischen Änderungen kann da schnell überwältigend wirken. Das Gute ist jedoch, dass es zwischen den verschiedenen Anforderungen viele Gemeinsamkeiten gibt.

Manche Firmen begehen den Fehler, dass sie für jede neue Verordnung eine neue Reporting-Plattform einführen, oder sie setzen für jedes Land, in dem sie operieren, unterschiedliche Berichtsplattformen ein. Dies ist jedoch ineffizient, da zur Einhaltung mehrerer Verordnungen in verschiedenen Rechtssystemen häufig dieselben Daten und Verfahren benötigt werden.

Firmen können die mit der Verwaltung der neuen regulatorischen Anforderungen einhergehenden Kosten und Komplexität deutlich reduzieren, indem sie ihre Compliance-Infrastruktur rationalisieren. Anstatt Zeit und Geld zu verschwenden, dieselben Daten mehrere Male auf verschiedene Plattformen hochzuladen und zu verarbeiten, sollten Firmen die Anzahl der von ihnen genutzten Plattformen eher reduzieren. Im Idealfall sollten sie nur eine Plattform verwenden, die mit sämtlichen Verordnungen in mehreren Rechtssystemen einhergeht.

Des Weiteren sollten Firmen die mit ihrer Reporting-Plattform einhergehenden Flexibilität nicht außer Acht lassen. Für viele Firmen ist es schwierig, sich anzupassen, da ihre Plattform keine regulatorischen Änderungen zulässt (wie z. B. das Hinzufügen neuer SNB-Vorlagen), ohne vorher ein komplettes Software-Update vorzunehmen. Diese sind in der Regel jedoch zeitaufwendig und kostspielig, da sie Input von einem Expertenteam erfordern. In der schnelllebigen Welt von heute können sich Firmen einen derart umständlichen Ansatz nicht erlauben und müssen daher sicherstellen, dass sie nicht bei jeder neuen regulatorischen Änderung gleich einem neuen Software-Update unterworfen sind.

Die kommenden Monate werden hektisch für alle jene, die in regulatorischen Bereichen arbeiten. Wenn sie sich aber bereits jetzt auf ihre Infrastruktur für regulatorisches Reporting konzentrieren, können sie in Zukunft ihre Last deutlich erleichtern.

This article was originally published by Banking Und Finance.

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