Die Herausforderungen von globaler Handels- und Transaktionsberichterstattung meistern

 

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11. August 2016 – von Joshua Rosenberg

Die Lasten durch globale Transaktionsberichterstattung im Jahr 2016 sind gewaltig und dürften in den kommenden Jahren sogar noch zunehmen. Britische Banken haben durchschnittlich 17 Millionen Pfund für die interne Entwicklung von Lösungen zur Transaktionsberichterstattung nach der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) und dem Dood-Frank Act ausgegeben; trotzdem hatten sie Probleme mit schlechter Datenqualität und mussten hohe Strafen wegen Compliance-Verstößen zahlen. Unternehmen in den USA mussten im Jahr 2015 für die Einhaltung des Dodd-Frank Act 73 Millionen Stunden Dokumentationsarbeit leisten, nach 61 Millionen Stunden im Vorjahr. Die geschätzten Kosten für die Umsetzung der Markets in Financial Instruments Directive und Regulation II (MiFID II/MiFIR) dürften, wenn sie 2018 in Kraft treten, deutlich höher sein als bei allen bisherigen Vorschriften zur Transaktionsberichterstattung. Unternehmen werden unter starkem Druck stehen, deutlich vor dem Starttermin am 3. Januar 2018 robuste Lösungen bereitzustellen.

Es gibt mehrere Gründe dafür, warum die Entwicklung interner Lösungen so teuer ist. Die Entwicklung neuer Technologien für Handels- und Transaktionsberichterstattung erfordert hohe Anfangsinvestitionen. Interne Lösungen werden nach und nach weiterentwickelt, wenn neue Regulierungsvorschriften erlassen werden. Dadurch sind sie häufig nur für eine bestimmte Ausgabe ausgelegt, was sie unflexibel macht. Bei regulatorischen Veränderungen müssen daher vollkommen neue Lösungen entwickelt werden, sodass die Kosten für Compliance viele Male nacheinander anfallen. Da die Schwellenwerte für berichtspflichtige Volumina bei der Marktaktivität gesenkt werden, müssen als Nächstes auch mittelgroße und kleine Unternehmen die hohen Compliance-Kosten tragen. Unternehmen brauchen bessere Methoden zur Erhöhung der Genauigkeit ihrer Berichterstattung, um keine Strafen zahlen zu müssen. Gleichzeitig müssen sie die Kosten niedrig halten, was ihnen bislang nicht gelungen ist. Marktdaten zeigen, dass sich im Durchschnitt die Hälfte der Compliance-Kosten einsparen lässt, wenn die Entwicklung der Lösungen für Transaktionsberichterstattung an externe Anbieter vergeben wird.

Banken benötigen eine einheitliche Lösung für die Transaktionsberichterstattung, die mit den vielfältigen Komplexitäten von Meldepflichten in mehreren Rechtsgebieten zurechtkommt. Sie brauchen eine einheitliche Plattform, die mit verschiedenen Regelwerken zu Handels- und Transaktionsberichterstattung kompatibel ist, darunter EMIR, die Regulation on Wholesale Energy Markets Integrity and Transparency (REMIT), MiFID I/II, die Securities Financing Transactions Regulation (SFTR) und der Dodd-Frank Act. Die Herausforderung dabei ist, die Compliance-Kosten niedrig zu halten, indem man sich von der Notwendigkeit befreit, mehrere Lösungen für die Transaktionsberichterstattung gleichzeitig zu entwickeln und zu pflegen. Laut Branchenstudien sind die Daten bei von Drittanbietern entwickelten Regulierungslösungen von höherer Qualität und erfordern weniger Neueinreichungen und Fehlerberichte. Durch eine höhere Genauigkeit der Berichterstattung verringert sich auch deutlich das Risiko für Strafzahlungen wegen falscher Meldungen.

Unternehmen brauchen eine Lösung, die von den verschiedenen Meldevorschriften erfasste Abschlüsse und Transaktionen ebenso identifizieren kann wie die zuständigen Regulierungsbehörden und andere Organisationen, an die diese Meldungen zu richten sind. Demnach sollte die Lösung vollständig kompatibel mit sämtlichen Transaktionsregistern (TRs, in den USA: Swap Data Repositories), Approved Publication Arrangements (APAs) und Approved Reporting Mechanisms (ARMs) sein, die Meldungen entgegennehmen. Zudem sollte die Lösung sicherstellen, dass jegliche vom zuständigen Regulierer verlangten Validierungen tatsächlich vorgenommen werden.

Hinzu kommt, dass Unternehmen ihre Meldungen in einem sehr kurzen Zeitraum abgeben müssen. Transaktionen sind nach den meisten Regelwerken zur Berichterstattung bis Mitternacht des Tages nach einem erfolgten Abschluss zu melden. MiFID II bringt zudem die Echtzeitmeldung von Handelsdaten an APAs, was eine ganze Reihe von erheblichen Herausforderungen bedeutet; Marktteilnehmer in den USA haben diese Herausforderungen aufgrund der Echtzeitvorgaben des Dodd-Frank Act bereits kennengelernt. Plattformen, die Echtzeit- und Batch-Prozesse gleichzeitig unterstützen und darüber hinaus einen Abgleich zwischen beidem ermöglichen, sind schwierig zu finden.

Das Ziel von Transaktionsberichterstattung besteht darin, die Transparenz zu erhöhen und systemische Risiken zu minimieren. Unternehmen sollten nach Lösungen suchen, die diesem Ethos gerecht werden. Um über den gesamten Arbeitsprozess hinweg Sicherheit und Transparenz zu gewährleisten, sollten das Rahmenmodell für Datenherkunft und -architektur in die bestehende IT-Infrastruktur der Kunden integriert werden. Jede einzelne Veränderung bei Lösung, Daten oder Metadaten muss im System protokolliert werden, damit die zuständigen Behörden darauf zugreifen können, um bestmögliche Compliance und Datenintegrität sicherzustellen.

AxiomSL hat eine robuste Universallösung für die Handels- und Transaktionsberichterstattung entwickelt, die alle diese Herausforderungen für die Branche berücksichtigt. MiFID II und SFTR stehen vor der Tür, und EMIR sowie der Dodd-Frank Act werden überarbeitet. Für Unternehmen der Branche bedeutet das, dass sie sich darum bemühen sollten, ihre Lösungen für die Berichterstattung zu verbessern. Viele haben bereits begonnen, die Entwicklung ihrer Lösungen für Handels- und Transaktionsberichterstattung an externe Anbieter zu vergeben, weil Nutzung und Pflege ihrer internen Lösungen zu teuer wurden. Unternehmen, die neu von den Berichtspflichten erfasst werden, nehmen von den Schwierigkeiten bei anderen Notiz und ergreifen Maßnahmen, um sich diese Probleme von vornherein zu ersparen. Wir gehen davon aus, dass sich ihnen noch viele weitere anschließen werden.