AnaCredit: Regulierung wird feinkörnig

AxiomSL | Inside View - AnaCredit: Regulation gets granular
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17. Januar 2017 – von Abhishek Awasthi, Projektmanager EMEA, AxiomSL

Die jüngste Wirtschafts- und Finanzkrise hat gezeigt, dass ‘traditionelle’ Statistiken als Basis für politische Vorgaben nicht ausreichen. Deshalb sind zusätzliche Informationen mit mehr Feinkörnigkeit erforderlich. 2016 hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) eine neue statistische Vorgabe genehmigt, mit der eine allgemeine, feinkörnige Big-Data-Datenbank etabliert wird: AnaCredit. Sie basiert auf der Notwendigkeit, ‘über aggregierte Daten hinauszugehen’, wie der Titel der jüngsten EZB-Statistikkonferenz im Juli lautete.

Banken haben Bedenken in Bezug auf diese Anforderungen geäußert, die bis zum Startdatum im Jahr 2018 eine Reihe von Herausforderungen mit sich bringen. Diese betreffen vor allem die Qualität, Vollständigkeit und Verfügbarkeit der Daten. Konkreter gesagt: Insbesondere ältere Front- und Back-Office-Systeme erfassen nicht die Daten, die für diese feinkörnige Berichterstattung benötigt werden. Dadurch wird ein Ausbau der Systeme erforderlich, sodass zusätzliche Ressourcen – Personal, Zeit etc. – benötigt werden, um den für die Berichterstattung verlangten Komplexitätsgrad zu erreichen.

In vielen Fällen wurden die Datenattribute für die externe Berichterstattung noch nie benötigt und auch nicht elektronisch in den Systemen der Banken gespeichert. Die Banken weden ihre Fähigkeit beweisen müssen, alle erforderlichen Daten zu beziehen und auf Basis von Einzelkrediten aufzuschlüsseln. Die Qualität dieser Informationen kann unterschiedlich sein, und häufig sind sie über eine Vielzahl von Systemen verstreut, sodass sie vor der Abgabe zusammengefasst werden müssen – Banken müssen also viele Eingriffe vornehmen, um die Qualität und Konsistenz ihrer Daten zu gewährleisten.

Ein weiteres Problem für die Banken sind potenzielle Überlappungen mit verwandten Vorschriften; dazu zählen die Ergebnisse von CRD IV, BCBS 239, MiFID II und anderen Rechnungslegungsvorschriften wie IFRS 9. Mit seinem Single Supervisory Mechanism (SSM) wird AnaCredit das erste europäische Rahmenwerk sein, das eine breitere Abdeckung bei der Berichterstattung erfordert. Die Frage ist, ob die Institute dies auf eine operativ sinnvolle Weise erreichen können. Wenn all die überlappenden Vorschriften isoliert angegangen werden, bedeutet dies höhere Kosten für die Sicherstellung ausreichender und rechtzeitiger aufsichtsrechtlich Konformer Berichterstattung.

Manche Anbieter könnten AnaCredit nutzen, um neue Produkte zu forcieren; dies scheint beispielsweise in Deutschland der Fall zu sein. Die Folgen für Finanzinstituten könnten der Einsatz unerprobter Technologien, die Verwendung zusätzlicher Plattformen sowie Herausforderungen bei der Datenkonsistenz sein. Das „Eine-Plattform-Modell“ von AxiomSL kann hier nicht nur die Probleme in Bezug auf AnaCredit begrenzt halten, sondern auch in Bezug auf viele andere regulatorische Reformen, auch solche, die erst noch kommen werden. AxiomSL bietet sämtliche Funktionen für Datenaggregierung,-validierung und -meldung, die erforderlich sind, um die AnaCredit-Vorschriften einzuhalten. Mit dem Modell ist es möglich, dasselbe System auch für alle anderen Anforderungen bei Berichterstattung und Stresstests einzusetzen.

Ein weiterer großer Diskussionspunkt sind Fragen von Kapazität und Zentralisierung im Gegensatz zu Lokalisierung. Größere Institute mit vielen Tochtergesellschaften und/oder Filialen in Mitgliedsstaaten der Eurozone könnten darüber nachdenken, eine Vielzahl von Transformationsprojekten anzugehen, um taktische Lösungen durch ganzheitlichere zu ersetzen. Auch in diesem Zusammenhang erlaubt die einheitliche Plattform von AxiomSL eine schnelle und einfache Zentralisierung anstelle von lokalen Lösungen mit ihren Zeit- und Kostenineffizienzen.

Unternehmen, die dies bislang noch nicht getan haben, müssen jetzt beginnen, sich auf ihre AnaCredit-Lösung zu konzentrieren. Zur Erfüllung der vollständigen Anforderungen bis 2018 wird eine Gesamtlösung erforderlich sein. Alle von Unternehmen gewählten Plattformen sollten in der Lage sein, nicht nur Phase 1, sondern nach deren Bestätigung durch die EZB auch Phase 2 und 3 umzusetzen – was bei der Lösung von AxiomSL der Fall sein wird.

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