EBA-Formate für Säule 3 Ende Oktober 2016 verfügbar

 

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4. August 2016 – von Nicola Hortin, Head of EMEA Regulatory Analysis Team AxiomSL

Die Europäische Bankaufsichtsbehörde (EBA) hat vor kurzem ein Konsultationspapier mit vorgeschlagenen Leitlinien für Meldepflichten der Säule 3 in der Europäischen Union (EU) veröffentlicht.

Erstmalig werden für viele Informationen feste Standardformate eingeführt, und die Berichtshäufigkeit verändert sich in manchen Fällen von jährlich auf quartalsweise, was einen deutlich höheren Aufwand für die Unternehmen bedeutet.

Der Leitlinienentwurf basiert auf den überarbeiteten Offenlegungsvorschriften der Säule 3, die im Januar 2015 vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) veröffentlicht wurden.

Bei den offenzulegenden regulatorischen Daten gibt es keine wesentlichen Änderungen. Jedoch unterscheiden sich die in den EBA-Leitlinien vorgeschlagenen Formate von den in der BIZ-Anforderungen definierten, um den Unterschieden zwischen den vom Basler Ausschuss definierten Kapitalberechnungen zur Säule 1 und Berechnungen nach der EU-Kapitaladäquanzverordnung Rechnung zu tragen.

Im aktuellen Stadium erstreckt sich der Geltungsbereich auf globale und andere systemrelevante Institute (G-SIIs) und jegliche andere Institute, deren Aufsichtsbehörde sich für einen Opt-in entschieden hat. Darüber hinaus können auch andere Institute freiwillig entscheiden, die Offenlegungsvorschriften anzuwenden.

Nach dem Vorschlag sollen die EBA-Leitlinien für Offenlegungen zum Jahresende 2017 gelten. Jedoch wird Unternehmen empfohlen, die folgenden Formate schon für das Jahresende 2016 anzuwenden, also entsprechend der Basel-Zeitplanung, sodass Offenlegungen europäischer Banken mit denen internationaler Konkurrenten vergleichbar sind.

AxiomSL bietet ab Ende Oktober 2016 Unterstützung für diese neuen Formate und für die Übertragung von Daten aus der allgemeinen Berichterstattung (COREP) nach der Kapitaladäquanzverordnung IV. Die übrigen festen Formatvorlagen sind ab dem zweiten Quartal 2017 verfügbar, zusammen mit Formaten in flexiblen Formatvorlagen auf der Grundlage der Beispiele in der Leitlinie.

  • Format EU OV 1-A: Überblick über RWA
  • Format EU OV 1-B: Überblick nach Risikoklasse
  • Format EU CR 5-B: Standardansatz – Risiken nach Anlageklasse und Risikogewichten 
  • Format EU CR 6: IRB – Ausfallrisiken nach Portfolio und Ausfallwahrscheinlichtsbandbreite
  • Format EU CR 8: RWA-Flussrechnung der Kreditrisiken gemäß IRB-Ansatz
  • Format EU CCR 3: Standardansatz für Risikopositionen gegenüber einer Gegenpartei nach regulatorischen Portfolios und Risikogewichten
  • Format EU CCR 4: IRB – Risikopositionen gegenüber einer Gegenpartei nach Portfolio und Ausfallwahrscheinlichkeitsskala
  • Format EU CCR 7: RWA-Flussrechnungen für Risikopositionen gegenüber einer Gegenpartei nach der auf einem internen Modell beruhenden Methode (IMM)
  • Format EU MR 1-B: Marktrisiko-Standardansatz
  • Format EU MR 2-A: Marktrisiko bei Verwendung interner Modelle
  • Format EU MR 2-B: RWA-Flussrechnung für Marktrisikopositionen bei Verwendung interner Modelle